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Offerte

Bei einer Dienstleistung steht der Preis selten im Inserat, und er kann es oft gar nicht: was ein Maler kostet, hängt an der Wohnung. Die Offerte macht daraus einen Vorgang mit drei Schritten — und mit einem Ergebnis, das man zwei Wochen später noch nachlesen kann.

Die drei Schritte

Du beschreibst den Auftrag und schickst die Anfrage ab. Der Anbieter antwortet mit Preis, Umfang und Gültigkeit. Du nimmst an oder lehnst ab. Das klingt nach dem, was sonst im Chat passiert — und ist es nicht. Im Chat steht am Ende irgendwo eine Zahl zwischen zwanzig Nachrichten, und niemand weiss mehr, ob sie das Material einschloss. Hier steht sie an einer Stelle, mit dem, was dazugehört, und mit einem Datum. Wer drei Anbieter anfragt, hat danach drei vergleichbare Offerten statt drei Chatverläufe.

Was in eine gute Anfrage gehört

Je genauer du beschreibst, desto verbindlicher kann die Antwort sein. «Wohnung streichen» bringt einen Richtpreis; «3,5 Zimmer, 78 m², Wände und Decken, Wohnung ist leer» bringt einen Festpreis. Postleitzahl und Ort brauchst du, damit der Anbieter weiss, ob es in sein Einzugsgebiet fällt. Die genaue Adresse fragen wir bewusst nicht — die ist eine Sache der Abmachung und nicht der Anfrage. Anhänge helfen mehr als Worte: ein Foto des Schadens, ein Grundriss, eine Mängelliste. PDF und Bilder, bis sechs Dateien. Ein Wort dazu, was mit den Anhängen passiert: sie gehen direkt an den Anbieter und werden dabei nur weitergereicht — Fundort legt sie nicht ab. In deinem Konto bleibt nur stehen, WAS du wann geschickt hast, nicht der Inhalt. Ein Foto deines Wasserschadens muss nicht auf einem Marktplatz liegen. Deine Schilderung und die Antwort des Anbieters liegen bei uns verschlüsselt — ein Datenbank-Abzug ist damit unlesbar. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist es nicht: Mitarbeitende können im Einzelfall hineinsehen, aber nur mit Begründung und nur mit Protokolleintrag.

Festpreis, Richtpreis, Stundensatz — und die Gültigkeit

Jede Offerte nennt neben der Zahl auch ihre Art. Das ist kein Formalismus: «850» heisst als Pauschale etwas völlig anderes als pro Stunde, und genau daran entzünden sich die Streitfälle. • Festpreis — es kostet das, ausser der Auftrag ändert sich. • Richtpreis — eine Schätzung. Sie kann sich bewegen, wenn sich zeigt, was wirklich dahintersteckt. • Stundensatz — der Preis pro Stunde. Wie viele es werden, steht damit noch nicht fest. Dazu gehört die Gültigkeit. Eine Offerte ohne Frist ist keine — Material- und Terminlage ändern sich. Ist die Frist verstrichen, siehst du den Preis weiterhin, kannst ihn aber nicht mehr annehmen. Frag dann einfach nach einer neuen.

Annehmen heisst abmachen

Mit dem Annehmen steht die Abmachung: dieser Auftrag zu diesem Preis. Beide bekommen eine Bestätigung per Mail — ein Beleg, den nur eine Seite hat, wäre keiner. Was danach kommt, macht ihr unter euch aus: Termin, Ausführung, Rechnung, Bezahlung. Fundort ist daran nicht beteiligt und verlangt dafür auch nichts. Eine Dienstleistung ist bei uns ein Listenpreis wie eine Immobilie oder eine Stelle — der Anbieter zahlt seine Inseratsgebühr, und was ihr abmacht, geht uns nichts an. Es gibt hier keine Provision. Deshalb gibt es hier auch keinen Käuferschutz und keine Treuhand. Was ihr vereinbart, ist eine Abmachung zwischen euch beiden; wir halten fest, was wann offeriert und angenommen wurde, mehr nicht.

Wenn nichts passiert

Der Anbieter hat sieben Tage Zeit zu antworten. Kommt nichts, schliesst sich der Vorgang von selbst — er soll nicht ewig als «offen» in deiner Liste stehen, während du dich nicht traust, woanders anzufragen. Du erfährst es. Dasselbe gilt umgekehrt: läuft die Gültigkeit einer Offerte ab, ohne dass du entschieden hast, schliesst sie sich. Du kannst deine Anfrage jederzeit zurückziehen, auch nachdem eine Offerte da ist — solange du nicht angenommen hast, bist du zu nichts verpflichtet. Und der Anbieter kann seine Offerte nachbessern; die alte bleibt dabei lesbar, damit man später sieht, was zuerst offeriert war. Einen Tag vor Ablauf erinnern wir die Seite, die am Zug ist — damit ein Vorgang nicht aus Versehen verfällt. Läuft er trotzdem ab, erfahren es beide Seiten: auch wer gewartet hat, soll wissen, dass er sich woanders umsehen kann.

Wo es keine Offerte gibt

Nicht bei jeder Dienstleistung ergibt sie Sinn. Wo der Preis schon im Inserat steht — eine Nachhilfestunde, eine Massage, ein Kurs — bekämst du eine Antwort, die du längst gelesen hast. Dort erscheint der Knopf gar nicht. Bei Suchanzeigen ebenfalls nicht: dort sucht jemand eine Leistung, er bietet keine an. Eine Offerten-Anfrage liefe verkehrt herum. Welche Bereiche das sind, legen wir je Unterkategorie fest. Fehlt der Knopf und du meinst, er gehörte dorthin, schreib uns.

Kontakt

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BETABeta-Phase – alle Zahlungen werden simuliert, es findet kein echter Geldtransfer statt. Die Funktionen werden trotzdem aktiviert.