Besichtigungstermin
Manches kauft man nicht vom Bildschirm aus. Bei Fahrzeugen und Immobilien kannst du auf Fundort einen Termin abmachen, die Sache vor Ort ansehen und erst danach entscheiden. Beide Seiten sehen denselben Stand, und alles läuft über deinen Mitgliederbereich.
Wo es Besichtigungstermine gibt
Bei Fahrzeugen zum Kauf und in der Auktion, und bei Wohnungen und Immobilien. Bei allem anderen gibt es den Knopf nicht: für ein Kleidungsstück oder ein Buch führt der Weg über den Chat. Auch bei der Fahrzeug-Vermietung ist kein Termin nötig — ihr steht bei der Übergabe ohnehin zusammen vor dem Fahrzeug.
So kommt ein Termin zustande
Auf dem Inserat wählst du „Besichtigung anfragen", schlägst Datum und Uhrzeit vor und kannst eine kurze Nachricht dazuschreiben. Den Treffpunkt schlägst du nicht vor — den gibt der Inserent bekannt, wenn er bestätigt.
Die Gegenseite bestätigt, schlägt eine andere Zeit vor oder lehnt ab. Ein Gegenvorschlag dreht den Spiess um: dann bist DU am Zug und kannst deinerseits bestätigen, wieder etwas anderes vorschlagen oder absagen. So geht es hin und her, bis eine Zeit passt.
Wer nicht innerhalb von 72 Stunden antwortet, dessen Anfrage läuft ab. Einen Tag vorher erinnern wir die Seite, die am Zug ist; läuft sie trotzdem ab, erfahren es beide — es ist dann nichts vereinbart, und wer weiterhin Interesse hat, fragt einfach neu an.
Solange ein Termin offen oder bestätigt ist, kannst du zum selben Inserat keinen zweiten anfragen — und du bekommst keine zwei bestätigten Termine zur selben Zeit, denn an zwei Orten gleichzeitig ist niemand. Umgekehrt darf ein Inserent bei einer Wohnung mehrere Interessierte zur selben Zeit einladen; die Sammelbesichtigung ist dort üblich.
Der Treffpunkt
Den Treffpunkt gibt der Inserent bekannt, und zwar dann, wenn er den Termin bestätigt. Das ist auch der einzige Weg herum: die vollständige Adresse steht nicht im Inserat, wer anfragt, kennt sie also gar nicht. Als Inserent gibst du sie vollständig an — Strasse und Nummer, PLZ und Ort — und wenn es hilft auch den Hauseingang oder wo man parkieren kann. Nicht in dieses Feld gehören Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Links: solange ihr euch noch nicht getroffen habt, läuft der Kontakt über Fundort. Möglich sind nur Orte in der Schweiz und in Liechtenstein.
Wenn unterwegs etwas dazwischenkommt
Bei Immobilien könnt ihr beide ab der Bestätigung die Telefonnummer der Gegenseite abrufen, sofern sie verifiziert ist — auf Knopfdruck im Vorgang, sie steht nicht einfach da. Sie ist für den Fall gedacht, dass am Termin etwas schiefgeht — du stehst vor der falschen Tür, verspätest dich oder schaffst es doch nicht. Für alles andere bleibt der Chat. Bei Fahrzeugen geben wir keine Nummer heraus; dort führt jede Absprache weiter über Fundort. Hinterlege deine Nummer deshalb rechtzeitig unter „Handynummer verifizieren" — sonst steht am Termin jemand da und erreicht dich nicht. Als Inserent sagen wir dir das noch einmal, bevor du einen Termin bestätigst.
Nach dem Termin
War der Termin vorbei, sagt ihr im Vorgang, ob er stattgefunden hat — oder meldet, dass die andere Seite nicht erschienen ist. Wer wiederholt nicht erscheint, fällt uns auf. Bei Fahrzeugen fragen wir einen Tag später einmal nach, ob daraus ein Kauf über Fundort geworden ist. Bei Wohnungen und Immobilien fragen wir nicht: dort steht der Preis als Listenpreis fest und der Abschluss läuft nicht als Kauf über die Plattform.
Bei Auktionen
Versteigert wird auf Fundort nur bei Fahrzeugen — eine Immobilie kannst du nicht in eine Auktion stellen. Gerade beim Auto ist Ansehen vor dem Gebot sinnvoll, deshalb gibt es den Termin auch dort. Er muss aber vor dem Ende der Auktion liegen; danach nützt er niemandem mehr. Wer selbst schon geboten hat, sieht den Knopf nicht: ein Gebot ist verbindlich, und wer da wieder heraus möchte, geht den Weg über die Entbindung vom Gebot. Dass jemand anderes bereits geboten hat, hindert dich nicht — du darfst besichtigen, bevor du mitbietest.
Vertrauen — und die Grenze
Bei Fahrzeugen vertrauen wir euch hier weiter als sonst irgendwo: ihr trefft euch an einem Ort, den ihr selbst wählt, und wir sind nicht dabei. Anders lässt sich ein Auto nicht beurteilen, also ist das so gewollt. Dieses Vertrauen hat eine Grenze. Wird ein Termin dazu benutzt, den Verkauf anschliessend an Fundort vorbei abzuwickeln, ist das kein Kavaliersdelikt, sondern ein Verstoss gegen die Nutzungsbedingungen — und es bleibt selten unsichtbar: eine Besichtigung, danach ein verschwundenes Inserat und nie ein Verkauf über die Plattform ergeben zusammen ein Muster, das wir sehen. Wir handeln dann in Stufen, vom Hinweis über die Verwarnung bis zur Sperre. Fair bleiben ist einfacher — und billiger.
